– Erwerb von Sky Deutschland (DACH) am 1. Juni 2026 abgeschlossen; Halbjahresbilanz der RTL Group umfasst Sky Deutschland für einen Monat nach der Vollkonsolidierung
– H1/2026: Gesamtumsatz stieg um 3,9 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro (H1/2025: 2,8 Milliarden Euro); organisches Umsatzwachstum in Höhe von 0,1 Prozent
– Adjusted EBITA in Höhe von 239 Millionen Euro (H1/2025: 160 Millionen Euro); ohne den Gewinnbeitrag von Sky Deutschland stieg das Adjusted EBITA um 18 Millionen Euro, getrieben durch das Streaming-Geschäft und Fremantle – trotz der Programmkosten für die Fußball-Weltmeisterschaft bei der Groupe M6
– Anhaltend dynamisches Wachstum der Streaming-Dienste der RTL Group: die Anzahl der bezahlten Abonnements stieg im Jahresvergleich um 20,7 Prozent auf 8,7 Millionen; der Streaming-Umsatz wuchs im ersten Halbjahr um 27,2 Prozent
– Adjusted EBITA aus dem Streaming-Geschäft belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 31 Millionen Euro und soll im Gesamtjahr 2026 auf rund 100 Millionen Euro steigen (bisheriger Ausblick: rund 25 Millionen Euro bis 50 Millionen Euro)
– TV-Werbeumsatz sank im ersten Halbjahr 2026 um 4,0 Prozent, Digital-Werbeumsatz stieg um 10,9 Prozent
– RTL Deutschland und Groupe M6 bauten ihre TV-Werbemarktanteile und Zuschauer-Marktanteile aus
– Neuer Ausblick (einschließlich Sky Deutschland für Juni bis Dezember 2026): die RTL Group erwartet für das Gesamtjahr einen Gesamtumsatz von 7,1 bis 7,2 Milliarden Euro und ein Adjusted EBITA von rund 725 Millionen Euro – im Einklang mit dem bisherigen Ausblick
– Mittelfristiges Adjusted-EBITA-Ziel von 1 Milliarde Euro bestätigt
- Der Gesamtumsatz stieg um 3,9 Prozent auf 2.890 Millionen Euro (H1/2025: 2.781 Millionen Euro), vor allem getrieben durch die Übernahme von Sky Deutschland (DACH) im Juni 2026 sowie das anhaltende Wachstum des Streaming-Geschäfts. Organisch legte der Gesamtumsatz um 0,1 Prozent zu. Im zweiten Quartal 2026 erzielte die RTL Group einen Gesamtumsatz in Höhe von 1.595 Millionen Euro (Q2/2025: 1.489 Millionen Euro).
- Der Digital-Werbeumsatz der RTL Group stieg im ersten Halbjahr 2026 um 10,9 Prozent auf 255 Millionen Euro (H1/2025: 230 Millionen Euro).
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H1/2026 |
H1/2025 |
% Änderung |
Q2/2026 |
Q2/2025 |
% |
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Gesamtwerbe-umsätze |
1.395 |
1.405 |
-0,7 |
732 |
720 |
+1,7 |
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Davon: |
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TV-Werbeumsätze |
977 |
1.018 |
-4,0 |
503 |
511 |
-1,6 |
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Digital-Werbeumsätze |
255 |
230 |
+10,9 |
137 |
127 |
+7,9 |
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Radio-, Print- und sonstige Werbeumsätze |
163 |
157 |
+3,8 |
92 |
82 |
+12,2 |
- Der Umsatz des globalen Inhaltegeschäfts der RTL Group, Fremantle, belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 835 Millionen Euro (H1/2025: 905 Millionen Euro), ein Rückgang um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Organisch sank der Fremantle-Umsatz um 5,5 Prozent. Dies lag vor allem an Timing-Effekten im Bereich Drama und Film, während sich die Geschäftsbereiche Entertainment und Dokumentationen weitgehend stabil entwickelten. Es wird erwartet, dass sich diese Entwicklung im zweiten Halbjahr 2026 umkehren wird, sodass für das Gesamtjahr 2026 ein leicht höherer Umsatz erzielt wird, getragen von Produktionen wie Baywatch und Kill Jackie.
- Der Streaming-Umsatz stieg um 27,2 Prozent auf 299 Millionen Euro (H1/2025: 235 Millionen Euro), aufgrund einer deutlich höheren Anzahl bezahlter Abonnements, höherer Abopreise in Deutschland und schnell wachsender Werbeumsätze bei RTL+ in Deutschland und M6+ in Frankreich.
- Der Distributionsumsatz stieg um 9,6 Prozent auf 194 Millionen Euro (H1/2025: 177 Millionen Euro), vor allem getrieben durch RTL Deutschland und RTL Hungary.
- Das Adjusted EBITA stieg um 49,4 Prozent auf 239 Millionen Euro (H1/2025: 160 Millionen Euro). Der deutliche Anstieg war auf das Streaming-Geschäft, den Erwerb von Sky Deutschland (DACH), sowie Fremantle zurückzuführen. Die Adjusted-EBITA-Marge der RTL Group lag bei 8,3 Prozent (H1/2025: 5,8 Prozent).
Im ersten Halbjahr trug Sky Deutschland (DACH) 61 Millionen Euro zum Adjusted EBITA der RTL Group bei. Dieses Ergebnis lässt keine Rückschlüsse auf den Adjusted-EBITA-Beitrag für das Gesamtjahr zu, da der hohe Gewinn von Sky Deutschland (DACH) im Monat Juni ein starker saisonaler Effekt ist: ohne Übertragungen der Bundesliga oder des DFB-Pokals fielen im Juni keine entsprechenden Kosten für diese Sportrechte und die damit verbundenen Produktionen an. Ohne den Gewinnbeitrag von Sky Deutschland stieg das Adjusted EBITA der RTL Group um 18 Millionen Euro. Haupttreiber waren dabei das profitable Streaming-Geschäft und Fremantle.
Das Adjusted EBITA aus dem Streaming-Geschäft betrug 31 Millionen Euro und stieg damit im Jahresvergleich um 65 Millionen Euro (H1/2025: -34 Millionen Euro).
Das Adjusted EBITA von Fremantle erhöhte sich auf 60 Millionen Euro (H1/2025: 39 Millionen Euro). Die Adjusted-EBITA-Marge stieg deutlich auf 7,2 Prozent (H1/2025: 4,3 Prozent) und befindet sich damit auf Kurs, die Zielmarge von 9 Prozent im Gesamtjahr 2026 zu erreichen.
Diese positiven Effekte wurden teilweise durch niedrigere Ergebnisbeiträge aus dem linearen Sendergeschäft ausgeglichen, vor allem aufgrund höherer Programmkosten im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bei der Groupe M6. - Das Adjusted EBITDA stieg auf 347 Millionen Euro (H1/2025: 273 Millionen Euro). Die Adjusted-EBITDA-Marge lag bei 12,0 Prozent (H1/2025: 9,8 Prozent). Das Adjusted EBITDA von Fremantle – die Kennzahl, die von der Mehrheit der Wettbewerber von Fremantle genutzt wird – stieg auf 83 Millionen Euro (H1/2025: 65 Millionen Euro), auch aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen. Die Adjusted-EBITDA-Marge von Fremantle erhöhte sich auf 9,9 Prozent (H1/2025: 7,2 Prozent).
- Das Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg im ersten Halbjahr 2026 deutlich auf 61 Millionen Euro (H1/2025: 6 Millionen Euro), vor allem aufgrund des Gewinnbeitrags von Sky Deutschland. Das gesamte Konzernergebnis belief sich auf 61 Millionen Euro (H1/2025: 59 Millionen Euro). Der Wert im ersten Halbjahr 2025 war vor allem durch Gewinnbeiträge aus nicht fortgeführten Aktivitäten (RTL Nederland) geprägt.
- Der Gesamt-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich auf -71 Millionen Euro (H1/2025: 116 Millionen Euro).
- Zum 30. Juni 2026 hatte die RTL Group Netto-Finanzschulden in Höhe von -1.019 Millionen Euro (31. Dezember 2025: Netto-Barmittel in Höhe von 126 Millionen Euro).
„Unser Streaming-Geschäft liefert signifikante Gewinne”
Clément Schwebig, Chief Executive Officer der RTL Group, sagt:
„Die RTL Group verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine starke Geschäftsentwicklung. Die Haupttreiber waren unser dynamisch wachsendes Streaming-Geschäft, höhere Zuschauer- und TV-Werbemarktanteile sowie der erfolgreiche Erwerb von Sky Deutschland. Gleichzeitig haben wir die einzigartige Stärke unserer Inhalte und Marken eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Die Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft auf M6 und M6+ erreichte 60 Millionen Zuschauer und sorgte zudem für eine außergewöhnlich hohe Reichweite in den sozialen Medien.
Unser Streaming-Geschäft liefert signifikante Gewinne. Streaming-Umsatz und Abonnementzahlen legen kontinuierlich zu. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen wir daher mit einem Ergebnisbeitrag unseres Streaming-Geschäfts von rund 100 Millionen Euro.
Der Erwerb von Sky Deutschland ist ein Meilenstein für die RTL Group. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Transaktion treibt das Management-Team von RTL Deutschland die Integration der beiden Unternehmen zügig voran. Mit 12,4 Millionen bezahlten Abonnements in der DACH-Region sind wir die klare Nummer drei im deutschsprachigen Streaming-Markt. Wir bestätigen unser Ziel, innerhalb von drei Jahren jährliche Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro zu realisieren.
Unsere Transformationsstrategie zeigt messbare Erfolge und wir setzen diese Strategie auch in Zukunft mit Disziplin und hoher Geschwindigkeit um. Einschließlich der Effekte aus dem Erwerb von Sky Deutschland erwarten wir für das Gesamtjahr einen Umsatz zwischen 7,1 Milliarden Euro und 7,2 Milliarden Euro sowie ein Adjusted EBITA von 725 Millionen Euro.“
Strategie
Stärkung der Kerngeschäfte (Core)
Am 1. Juni 2026 hat die RTL Group den Erwerb von Sky Deutschland abgeschlossen. Die Akquisition, die erstmals im Juni 2025 angekündigt wurde, wurde am 22. April 2026 von der Europäischen Kommission ohne Auflagen genehmigt. Die Transaktion vereint zwei der bekanntesten Medienmarken in der DACH-Region mit 12,4 Millionen bezahlten Abonnements. Sie führt die Premium-Sportrechte von Sky – darunter Bundesliga, DFB-Pokal, Premier League und Formel 1 – mit den führenden Unterhaltungs- und Informationsmarken von RTL über RTL+, Free-TV und Pay-TV zusammen. Zum Abschluss der Transaktion hat die RTL Group die Sky-Geschäfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollständig übernommen, einschließlich der Kundenbeziehungen in Luxemburg, Liechtenstein und Südtirol, auf einer bargeld- und schuldenfreien Basis. Die Transaktion soll innerhalb von drei Jahren nach ihrem Abschluss jährliche Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro generieren, bei denen es sich überwiegend um Kostensynergien in allen Bereichen handelt.
Zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion betrug die geleistete Barzahlung an Comcast, der Muttergesellschaft von Sky, 65 Millionen Euro. Gegenüber den zuvor kommunizierten 150 Millionen Euro wurden dabei marktübliche Anpassungen des Nettoumlaufvermögens sowie schuldähnlicher Positionen berücksichtigt, entsprechend der bargeld- und schuldenfreien Struktur der Transaktion. Die endgültige Höhe der Barzahlung unterliegt weiterhin den üblichen Anpassungen nach Abschluss der Transaktion. Darüber hinaus beinhaltet die Transaktion eine variable Komponente, die an die Kursentwicklung der RTL-Group-Aktie gekoppelt ist.
Der Pro-Forma-Umsatz der RTL Group für 2025 – einschließlich Sky Deutschland – lag bei 8 Milliarden Euro und damit mehr als 30 Prozent über dem ausgewiesenen Gesamtumsatz der RTL Group für 2025 (6 Milliarden Euro). Durch die Akquisition wird die RTL Group ihre Erlösströme zwischen Werbung (rund 39 Prozent), Abonnements (rund 29 Prozent) und Inhalten (rund 23 Prozent) weiter diversifizieren.
Im ersten Halbjahr 2026 erzielte RTL Deutschland einen kombinierten Zuschauer-Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 59-jährigen Zuschauer von 26,3 Prozent (H1/2025: 25,9 Prozent). Der Vorsprung zum privaten Hauptwettbewerber ProSiebenSat1 betrug 6,6 Prozentpunkte (H1/2025: 5,4 Prozentpunkte). Einschließlich Sky Deutschland hätte der kombinierte Zuschauer-Marktanteil von RTL Deutschland in der Zielgruppe der 14- bis 59-jährigen Zuschauer im ersten Halbjahr 2026 bei 29,4 Prozent gelegen (Pro-Forma-Basis).
Der Zuschauer-Marktanteil der frei empfangbaren Sender der Groupe M6 in der werberelevanten Zielgruppe der 25- bis 49-jährigen Zuschauer stieg auf 22,0 Prozent (H1/2025: 20,8 Prozent), vor allem getrieben durch die Rekordwerte von W9 sowie die Übertragung der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auf M6.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erzielte für die Groupe M6 herausragende Reichweiten über lineares Fernsehen, Streaming und soziale Medien hinweg. Insgesamt verfolgten 60 Millionen Menschen in Frankreich die Weltmeisterschaft auf M6 und M6+. Das Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien am 14. Juli erreichte durchschnittlich 20,3 Millionen Zuschauer und einen Zuschauer-Marktanteil von 86 Prozent in der Zielgruppe der 25- bis 49-Jährigen. Damit war es die zweiterfolgreichste Fernsehausstrahlung in der Geschichte von M6. Mit den WM-Übertragungen erzielte M6 im Juni die höchsten Zuschauer-Marktanteile bei den unter 50-Jährigen seit 24 Jahren. Gleichzeitig verzeichnete die Groupe M6 während des gesamten Turniers mehr als 1,4 Milliarden Videoaufrufe über ihre Social-Media-Kanäle. Die Fußball-Weltmeisterschaft führte zudem zu einer außergewöhnlich hohen Nachfrage seitens der Werbekunden. Die Werbeerlöse übertrafen sogar die Erlöse während der Olympischen Spiele 2024 in Paris.
Im Juli 2026 gab die Groupe M6 die Verlängerung der Partnerschaft mit dem französischen Entertainer Cyril Hanouna bekannt. Er wird im Herbst neben seiner erfolgreichen Vorabend-Talkshow auf W9 und seiner Nachmittagssendung bei Fun Radio weitere Unterhaltungsformate auf M6 übernehmen.
Ausbau der Wachstumsgeschäfte: Streaming
Zum 30. Juni 2026 verzeichnete die RTL Group 8,728 Millionen bezahlte Abonnements für die Streaming-Dienste RTL+ in Deutschland und Ungarn sowie M6+ in Frankreich – ein Anstieg um 20,7 Prozent im Vorjahresvergleich (30. Juni 2025: 7,232 Millionen).
- Die Anzahl der bezahlten Abonnements des deutschen Streamingdienstes RTL+ stieg um 19,5 Prozent auf 7,603 Millionen (30. Juni 2025: 6,363 Millionen).
- Die Nutzungsdauer für RTL+ in Deutschland stieg im ersten Halbjahr 2026 um 6,3 Prozent auf 356 Millionen Stunden (H1/2025: 335 Millionen Stunden).
- Im Januar 2026 startete die Streaming-Partnerschaft zwischen RTL Deutschland und Warner Bros Discovery. Sie ermöglicht ein gebündeltes Abonnement von RTL+ und dem neugestarteten Streaming-Dienst HBO Max. Das Angebot kombiniert das starke lokale Inhalte-Portfolio von RTL+ mit international renommierten Serien und Filmen von HBO Max und wird zu einem vergünstigten Preis im Vergleich zu den Einzelabonnements angeboten. Im Februar 2026 wurde die Partnerschaft auf Österreich ausgeweitet.
- Im März 2026 startete RTL Deutschland eine Partnerschaft mit CH Media, um RTL+ in die Schweizer Streaming-Plattform Oneplus zu integrieren. Durch die Bündelung von Schweizer Eigenproduktionen, internationalen Serien und Filmen sowie Inhalten von RTL+ profitieren Abonnenten in der Schweiz von einem Preisvorteil gegenüber Einzelabonnements.
- Die Migration von RTL+ in Deutschland auf die Bedrock-Technologieplattform ist seit April 2026 erfolgreich abgeschlossen und wird zukünftig zu erheblichen Kosteneinsparungen führen. Nach Abschluss der Migration erreichte Bedrock im ersten Halbjahr 2026 die Profitabilität.
- Der Streaming-Dienst M6+ verzeichnete ein starkes erstes Halbjahr 2026. Die Nutzungsdauer von M6+ stieg um 13,3 Prozent auf 341 Millionen Stunden (H1/2025: 301 Millionen Stunden). Die Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft sorgte zudem für eine deutlich höhere Nutzung von M6+. Während des Halbfinales der französischen Nationalmannschaft verzeichnete M6+ 2,1 Millionen aktive Nutzer. Darüber hinaus gewann die Plattform während des Turniers 4,2 Millionen neue registrierte Nutzer und erzielte mehr als 100 Millionen Videoaufrufe. Die von Bedrock betriebene Streaming-Technologieplattform gewährleistete eine zuverlässige und stabile Performance und unterstützte den außergewöhnlich hohen Nutzungsanstieg während der Weltmeisterschaft.
- Im Januar 2026 schloss die Groupe M6 eine Vertriebspartnerschaft mit Amazon Prime Video, um allen Prime-Mitgliedern in Frankreich M6+ ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung zu stellen.
Ausbau der Wachstumsgeschäfte: Fremantle
Fremantle wird weiterhin erheblich in die Entwicklung von geistigem Eigentum, die Akquisition kleiner und mittelgroßer Produktionsunternehmen mit einem starken Portfolio an geistigem Eigentum sowie in den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) entlang der gesamten Wertschöpfungskette investieren.
- Im Januar 2026 weitete Fremantle die Reichweite von American Idol durch eine Partnerschaft mit Disney+ weiter aus, um die Show weltweit einem noch größeren Publikum zugänglich zu machen.
- Im April 2026 kündigte Fremantle den Aufbau eines Produktionszentrums für das Format Holey Moley in Portugal an. Das Zentrum soll die Produktionsqualität steigern und Effizienzgewinne für mehrere lokale Adaptionen ermöglichen, darunter Produktionen für ITV in Großbritannien, Prime Video in Deutschland und TF1 in Frankreich.
- Im Juni 2026 kündigte Fremantle die weltweite Netflix-Premiere von Wonka’s The Golden Ticket an, einer von Eureka Productions produzierten Wettbewerbsshow nach Roald Dahls Charlie und die Schokoladenfabrik.
- Im Juli 2026 sicherte sich Warner Bros Discovery mit HBO Max die Ausstrahlungsrechte für mehrere europäische Kernmärkte an dem Fremantle-Thriller Kill Jackie mit Catherine Zeta-Jones. Der Start der Serie ist für 2026 geplant und folgt auf bereits zuvor geschlossene Vertriebsvereinbarungen mit Prime Video und AMC+.
Förderung von Allianzen und Partnerschaften
Im Januar 2026 haben die Ad Alliance (der Werbevermarkter von RTL Deutschland) und Warner Bros Discovery eine Vermarktungspartnerschaft für den Streamingdienst HBO Max in Deutschland geschlossen, die es Werbekunden ermöglicht, Werbung auf HBO Max direkt über die
Ad Alliance zu buchen.
Im April 2026 gab die Groupe M6 bekannt, dass Nutzerinnen und Nutzer über ihre App in ChatGPT auf M6+ zugreifen können – eine Premiere für einen Streaming-Dienst in Frankreich. Diese Neuerung ermöglicht einen direkten Zugang zum gesamten M6+-Katalog mit personalisierten Empfehlungen. Dies erleichtert das Finden von Inhalten und verbessert die Nutzererfahrung.
Ausblick
Das geopolitische und makroökonomische Umfeld bleibt volatil und die Auswirkungen auf die Geschäfte der RTL Group sind weiterhin schwer vorherzusagen.
Auf der Basis der Vollkonsolidierung von Sky Deutschland für den Zeitraum von Juni bis Dezember 2026, sinkenden TV-Werbeumsätzen von rund 4 Prozent (unterstützt durch den positiven Effekt der Fußball-Weltmeisterschaft bei der Groupe M6 in Frankreich), einem steigenden Streaming-Umsatz von rund 25 Prozent und einem leicht steigenden Fremantle-Umsatz passt die RTL Group ihren Ausblick für Gesamtumsatz und Adjusted EBITA für das Geschäftsjahr 2026 wie folgt an:
- Die RTL Group erwartet für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatzanstieg auf rund 7,1 Milliarden Euro bis 7,2 Milliarden Euro.
- Die RTL Group erwartet für das Geschäftsjahr 2026 einen Anstieg des Adjusted EBITA auf rund 725 Millionen Euro mit einer Varianz von plus/minus 3 Prozent. Deutlich höhere Ergebnisbeiträge aus dem Streaming-Geschäft werden dabei niedrigere Ergebnisbeiträge aus dem linearen Sendergeschäft der Gruppe kompensieren.
- Die RTL Group erwartet für das Geschäftsjahr 2026 einen Anstieg des Adjusted EBITA aus dem Streaming-Geschäft auf rund 100 Millionen Euro (bisheriger Ausblick: rund 25 Millionen Euro bis 50 Millionen Euro).
Die Dividendenpolitik der RTL Group bleibt unverändert: Die RTL Group plant Ausschüttungen in Höhe von mindestens 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses für das Gesamtjahr.
Oliver Fahlbusch
Executive Vice President Communications & Investor Relations, RTL Group
+352 / 24 86 5200
Irina Mettner-Isfort
Vice President Media & Investor Relations, RTL Group
+49 221 456 56410