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Fünf Fragen an Julia Weber
"Wir begleiten die Zuschauer auf der Suche nach der Wahrheit", sagt Julia Weber, Moderatorin vom neuen Format NTV Faktenzeichen.

Fakt oder Fake? - Diese Frage will RTL Deutschland mit dem neuen Format NTV Faktenzeichen in den einzelnen Folgen der Sendung beantworten. Angesichts der zunehmenden Fehlinformationen ist es wichtiger denn je, zu erkennen, wann die Wahrheit manipuliert wird.

NTV Faktenzeichen, das am 5. Februar erstmals ausgestrahlt wird, soll den Zuschauern Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie selbst Falschinformationen entlarven können, sagt Julia Weber, Absolventin der Journalistenschule von RTL Deutschland und Moderatorin der neuen Sendung. Im Interview mit der RTL Group spricht sie darüber, wie ihr Studium sie auf ihre neue Aufgabe vorbereitet hat und wie sie persönlich mit der - manchmal überwältigenden - Menge an Informationen in den sozialen Medien umgeht.

1. Erzähl uns bitte von den Anfängen von NTV Faktenzeichen: Wer hatte die Idee und wie wurde das Konzept weiterentwickelt?

Die Ursprungsidee von Faktenzeichen ist im Rahmen eines Innovationslabors an der RTL Journalistenschule im Herbst 2021 entstanden, liegt also schon ein bisschen zurück und war eher als Reportage angedacht. Direkt nach der Präsentation unserer Idee hat NTV Interesse gezeigt.

Im Mai letzten Jahres habe ich dann die Möglichkeit bekommen, das Format für NTV zu einer kürzeren und aktuellen Version weiterzuentwickeln. Um dann im Sommer 2023 die Pilotfolge von NTV Faktenzeichen zu produzieren. Jetzt könnt ihr am 05.02.24, 19:30 Uhr die offiziell erste Folge anschauen!

2. Die erste Folge wird die Aspekte KI und Deepfakes behandeln - Themen, die derzeit in aller Munde sind. Inwiefern wird sich euer Ansatz davon unterscheiden? Wer steckt hinter dem NTV-Überprüfungsteam?

Wir nehmen die Zuschauer*innen mit auf die Suche nach der Wahrheit. Die Desinformationen werden bis ins kleinste Detail aufgerollt, während die Zuschauer*innen jeden einzelnen Schritt mitverfolgen können. Wir vermitteln nicht nur die Hintergründe von Desinformation, sondern geben den Zuschauern*innen auch Tools an die Hand, mit denen sie selbst Falschinformationen entlarven können. Diese Transparenz unterscheidet uns von anderen Formaten.

Dadurch machen wir die tägliche, fundierte Recherche von NTV sichtbar. Unsere Arbeit basiert auf Fakten. An herausfordernden und spannenden Punkten holen wir das RTL/NTV-Verifizierungteam mit ins Boot, wie im echten journalistischen Alltag.

Was und Wer hinter dem Verifizierungsteam steckt, kann mein Kollege Burak am besten selbst beschreiben.

Burak Kahraman, Verifizierungsexperte bei NTV, sagt: „Wir sind die ersten Ansprechpartner in heiklen Zeiten, wie in Breaking News-Situationen im Kriegsfall sowie bei der Einschätzung von Bild-, Video- und Tonmaterial, aber auch von Geschichten und Protagonisten.

Das Team hat Zugriff auf eine breite Auswahl an Tools in der Bilderkennung sowie der Social Media-Recherche, um auch in Zeiten von künstlich generierten Aufnahmen stets auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. Durch unsere jahrelangen Erfahrungen sind wir bestens gerüstet im Kampf gegen jegliche Form von Online-Desinformationen.“

3. Laut einer Bertelsmann-Studie glaubt fast die Hälfte der Deutschen, dass sie die Authentizität von Informationen im Internet nicht richtig einschätzen können. Wie wirst du versuchen, die jüngere Generation anzusprechen, die in den sozialen Medien besonders stark durch Desinformation gefährdet ist?

Wir haben uns bei Faktenzeichen aktiv für eine moderne sowie junge Erzählstruktur und Bildgestaltung entschieden, um bewusst die jüngere Zielgruppe anzusprechen. Die Moderation findet zum Beispiel nicht in einem separaten Studio statt, sondern in der Redaktion und den Konferenzzonen.

Außerdem sprechen wir die Zuschauer*innen direkt an und begegnen ihnen auf Augenhöhe. Ich denke, das ist im Kampf gegen Desinformation besonders wichtig. Wir haben damit eine gute Chance auch die junge Generation zu erreichen. Unsere Erkenntnisse und Recherchen werden zum Teil auch auf YouTube und Instagram veröffentlicht - also auf den Plattformen, auf denen Desinformation entsteht und sich genau diese Zielgruppe aufhält.

4. Du hast 2023 deinen Abschluss an der RTL Journalistenschule gemacht. Was ist dein Highlight aus dem Studium? Wie hat dich das Studium auf deine jetzige Aufgabe bei NTV vorbereitet?

Meine Zeit an der RTL Journalistenschule waren zwei Jahre voller Highlights - ziemlich schwierig, mich auf einen konkreten Punkt festzulegen. Aufregend und prägend war auf jeden Fall die Entwicklung unseres Formats Faktenzeichen mit meinen Kolleg*innen Sophia Klein, Kai Schulik und Alexander Kumpf. Die kreative und intensive Arbeit am Format hat uns stärker zusammenrücken lassen. Meine persönliche Lieblingszeit war unsere Exkursion nach New York und Washington, in der wir viel lernen durften - aber auch einfach eine super Zeit hatten, die uns als Kolleginnen und Kollegen verbindet.

Auf meine Rolle als freie Autorin und Moderatorin bei NTV haben mich die unfassbar guten Moderations- und Sprechtrainings vorbereitet, die mir zusammen mit dem Berufs-Coaching-Angebot auch das Selbstvertrauen gegeben haben, mich in dieses Abenteuer zu stürzen. Natürlich habe ich aus vielen Seminaren auch mein Wissen über Recherche und Verifizierung mitgenommen, auch die ersten Kontakte mit dem Verifizierungsteam sind an der RTL Journalistenschule entstanden.


5. Was hat dich dazu bewogen, sich als Journalist mit dem Bereich Desinformation zu beschäftigen? Wie gehst du persönlich mit der Vielzahl von Inhalten um, die wir in den sozialen Medien, im Fernsehen, im Radio, in den Printmedien... sehen?

Das Besondere am Thema Desinformation ist, dass es das Thema schon immer gab und immer geben wird. Das Problem ist nicht neu, sondern einfach dem aktuellen Leben angepasst. In vielen Expert*innen-Gesprächen wurde deutlich, dass die wichtigste Waffe gegen Falschinformation das Bewusstsein über diese ist. Ich glaube, genau dieses Bewusstsein zu schaffen, ist eine unserer Aufgaben als Journalist*innen.

Die Menge an Content auf Social Media kann wirklich überwältigend sein und auch ich kann damit nicht immer optimal umgehen. TikTok, Instagram, X - überall prasseln Informationen auf uns ein. Was mir am besten hilft, ist Social Media und andere Medien bewusst zu nutzen, also aktiv das zu Sehende reflektieren und nicht einfach stumpf durch die Info- und Content-Flut zu scrollen. Das wird durch die Algorithmen natürlich immer schwieriger. Ich glaube es hilft, sich seine Follower*innen und das Medienmenü, die wir tagtäglich konsumieren, bewusst und ausgewogen auszuwählen.

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